Sardinien - zwei Wochen im Nordwesten

Teil 1: Die Anreise und der Norden (Tag 1–5)

Die Reise beginnt mit der Fahrt Richtung Süden. Nach der Durchquerung der Alpen erreichen wir Genua.
Tipp: Nutzt die Wartezeit vor dem Boarding für einen Grosseinkauf! Direkt am Hafen gibt es Einkaufsmöglichkeiten. So startet ihr entspannt in die ersten Tage auf der Insel, ohne direkt nach der Ankunft einen Supermarkt suchen zu müssen und trotzdem die Ferien mit italienischen Spezialitäten zu starten.

Früh morgens (sehr früh!) weckt die Bordansage die Passagiere. Das Ziel: Alle sollen noch Zeit für den obligatorischen Caffè und ein Cornetto an der Bar haben, bevor die Fähre in Olbia anlegt.

Nach dem Debarkieren führt uns der Weg über Porto Cervo. Ein kurzer Stopp lohnt sich für das "See and be seen", auch wenn wir hier den vermutlich teuersten Parkplatz der Welt bezahlt haben. Danach geht es weiter nach Porto Pollo zum Camping: Isola dei Gabbiani - Villaggio sul Mare, wunderbarer Camping mit neuen Sanitäreinrichtungen und herrlicher Aussicht.

Der dritte Tag steht ganz im Zeichen der Erholung – Strandleben pur in der Surfer-Bucht von Porto Pollo. Am vierten Tag schwingen wir uns auf die Velos. Die Tour führt uns zur Spiaggia Conca Verde, einer versteckten Bucht mit kristallklarem Wasser. 

Von Palau aus starten wir am nächsten Tag eine Tour auf dem Segelboot, um das La Maddalena Archipel zu erkunden. Die Farben des Wassers hier oben im Norden sind schlichtweg atemberaubend.



Teil 2: Der wilde Westen & Alghero (Tag 6–12)

Wir verlassen den Norden und fahren Richtung Westen. Stopps am bizarren Felsenmeer von Capo Testa und im bunten Städtchen Castelsardo sind Pflicht. Unser Ziel ist Alghero und der Camping Baia Laguna Blu.


Nach der langen Fahrt geniessen wir den Tag auf dem Campingplatz. Besonders die Poollandschaft ist ein Highlight für die Kinder und lässt keine Wünsche offen.

Die Altstadt von Alghero mit ihren Stadtmauern direkt am Meer ist magisch. Wir schlendern durch die Gassen und finden hier – ohne Übertreibung – das beste Gelati der Insel.

Am nächsten Tag führt uns eine Velotour entlang der Küstenstrasse Richtung Süden. Die Strasse bietet atemberaubende Ausblicke auf das tiefblaue Meer und ist im Herbst angenehm verkehrsarm.

Nach einem Tag süssen Nichtstuns steht der nächste im Zeichen der Natur. Wir radeln zur berühmten Grotta di Nettuno (ca.19km und 1.5h pro Weg). Wer die 654 Stufen der "Eskaliert del Cabirol" nicht scheut, wird mit einer der spektakulärsten Tropfsteinhöhlen Europas belohnt.

Ein letzter langer Spaziergang entlang der Promenade führt uns noch einmal ins Zentrum von Alghero, um die Atmosphäre und den Sonnenuntergang aufzusaugen.


Auf dem Weg zur Fähre nach Porto Torres machen wir einen Abstecher nach Argentiera. Die ehemalige Bergbaustadt direkt am Meer wirkt mit ihren verfallenen Industriegebäuden wie eine Filmkulisse – ein faszinierender Kontrast zum restlichen Sardinien. Am Abend geht es in Porto Torres auf die Nachtfähre zurück nach Genua.

Nach der Ankunft in Genua folgt die letzte Etappe der Reise. Mit viel Sonne im Herzen und sardischem Olivenöl im Gepäck geht es zurück nach Hause.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Lange Autofahrten mit Kindern spielend meistern

Schloss Neuschwanstein: Seen, Berge und Pomp

Costa Brava - Herbst 2025

Die Provence und Côte d'Azur im Camper erobern!

Mit Camper und Fahrrad am Doubs entlang

Reise durch die Normandie - von Paris bis zu den Kreidefelsen

Tessin und Gardasee im Herbst

4 Tage Verona: Logenplatz über der Stadt

Von Achterbahnen bis Nordseewellen – durch Deutschland nach Dänemark